Zahnarztpraxis
Dr. Roman Kudella
Hermann-Albertz-Str. 111
46045 Oberhausen

Telefon: (0208) 80 41 99
Fax: (0208) 80 43 60
E-Mail: Dr.R.Kudella@t-online.de

So finden Sie Ihren Weg zu uns:

mit dem Bus:
‱ Haltestelle Anne-Frank-Realschule, von dort 2 Min. zu Fuß zur Praxis, dazu in Richtung Wörthstr. gehen

‱ Haltestelle Marktstraße, von dort 3 Min. zu Fuß zur Praxis. Dazu rechts auf die Hermann-Albertz-Str. abbiegen

mit dem Auto:
‱ von der A40 aus Richtung Duisburg:
Ausfahrt MĂŒlheim-Styrum / Oberhausen, am Ende der Ausfahrt links auf die Oberhausener Str. abbiegen, nach ca. 1,3 km nach links in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A40 aus Richtung Essen:
Ausfahrt MĂŒlheim-Styrum / Oberhausen, am Ende der Ausfahrt rechts auf die Oberhausener Str. abbiegen, nach ca. 1,3 km nach links in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A42 aus Richtung Duisburg:
Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, am Ende der Ausfahrt rechts auf die Konrad-Adenauer-Allee abbiegen, nach ca. 3,4 km rechts in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A42 aus Richtung Essen:
Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, am Ende der Ausfahrt links auf die Konrad-Adenauer-Allee abbiegen, nach ca. 3,4 km rechts in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

Der Parkplatz des Penny-Marktes ist fĂŒr jedermann zugĂ€nglich, es kann hier 90 Minuten kostenlos geparkt werden.

Die Praxis befindet sich in dem GebÀude, das rechterhand des Parkplatzes unmittelbar an der Hermann-Albertz-Str. liegt.


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * mĂŒssen ausgefĂŒllt werden.
Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:
Captcha - nicht lesbar? Klicken Sie auf das Bild
Bitte die Zeichen des Bildes eintragen*

Montag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 19:00 Uhr
Dienstag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 18:00 Uhr
Mittwoch:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 17:00 Uhr
Donnerstag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 19:00 Uhr
Freitag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 17:00 Uhr
ZusÀtzliche Sprechzeiten nach Vereinbarung

News

Fluoride in der Schwangerschaft

Mit Beginn der Schwangerschaft spielen Hormone und Gedanken verrĂŒckt. Der Körper verĂ€ndert sich und alltĂ€gliche Gewohnheiten werden plötzlich hinterfragt: Ist die Joggingrunde noch ok? Was ist mit dem Kaffee am morgen? Doch bei aller Vorsicht wird oft die Mundgesundheit vergessen – dabei kommt es auch hier zu allerlei VerĂ€nderungen.

Höheres Risiko fĂŒr ZahnfleischentzĂŒndungen

Die Hormonumstellung hat zum Beispiel Auswirkungen auf das Zahnfleisch. „Eine sogenannte Schwangerschaftsgingivitis ist die hĂ€ufigste MundschleimhautverĂ€nderung wĂ€hrend der Schwangerschaft“, weiß Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle fĂŒr Kariesprophylaxe (IfK) und Lehrstuhlinhaber fĂŒr Zahnerhaltung und PrĂ€ventive Zahnmedizin an der UniversitĂ€t Witten/Herdecke. „Grund dafĂŒr ist die verĂ€nderte DurchlĂ€ssigkeit der GefĂ€ĂŸe, wodurch verstĂ€rkt FlĂŒssigkeit in das Gewebe eindringt. Die Durchblutung des Zahnfleischs verstĂ€rkt sich, es wird weicher und kann leicht anschwellen. Bakterien können sich in dieser Zeit schneller ansiedeln und zu EntzĂŒndungen fĂŒhren.“ Das geschwollene Zahnfleisch kann die mechanische Zahnreinigung erschweren, sodass BelĂ€ge (Plaque) ein leichtes Spiel haben. Blutspucken beim ZĂ€hneputzen ist ein ernstes Zeichen einer ZahnfleischentzĂŒndung.

MagensĂ€ure, Heißhunger, Mundtrockenheit: Ein Paradies fĂŒr Kariesbakterien

Übelkeit und Sodbrennen können gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten ein lĂ€stiges Problem sein. Dabei setzt die aufsteigende, aggressive MagensĂ€ure auch den ZĂ€hnen zu, da sie den Zahnschmelz angreift und zu so genannten Erosionen fĂŒhrt. Ein Schluck Wasser oder MundspĂŒllösung hilft, die SĂ€ure im Mund zu neutralisieren. Und oft sind die ZĂ€hne noch mit anderen SĂ€ureangriffen konfrontiert: Zucker! Zimmer rĂ€t: „Heißhunger auf SĂŒĂŸigkeiten lĂ€sst sich manchmal nur schwer vermeiden. Doch es gibt zahnfreundliche Varianten. Sie sind mit Zuckeraustauschstoffen gesĂŒĂŸt und mit dem ZahnmĂ€nnchen gekennzeichnet. Wer den zuckrigen Versuchungen jedoch nicht widerstehen kann, der sollte den Mund anschließend grĂŒndlich ausspĂŒlen und/oder einen zuckerfreien Kaugummi kauen.“ Generell ist eine ausgewogene ErnĂ€hrung wĂ€hrend der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit wichtig. Eine gute Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen wie Jod, FolsĂ€ure und Eisen schafft eine Grundlage fĂŒr das optimale Heranwachsen des Kindes. So auch fĂŒr die Bildung der Zahnleisten, in denen die Keimanlagen fĂŒr die MilchzĂ€hne enthalten sind, die etwa ab der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche beginnt.1 Außerdem darf das Trinken nicht vergessen werden. Denn ein weiterer Nebeneffekt der Hormonumstellung prĂ€sentiert sich hĂ€ufig in Form von Mundtrockenheit. Der Speichelmangel erhöht das Risiko fĂŒr Karies und ZahnfleischentzĂŒndungen.

Sichere Fluoridierung in der Schwangerschaft

Zu Beginn der Schwangerschaft sollte mit dem Zahnarzt ĂŒber besondere Maßnahmen zur PrĂ€vention von Karies und Co. gesprochen werden. „Neben professionellen Zahnreinigungen sollten auch hĂ€usliche Fluoridierungsmaßnahmen zur Mundpflege dazugehören. Neben der Zahnpasta und fluoridiertem Speisesalz gehören gegebenenfalls MundspĂŒllösungen und Gelees dazu“, weiß Zimmer. Mediale Berichterstattung ĂŒber Studien, die einen verminderten IQ des Kindes infolge der Zufuhr von Fluoriden wĂ€hrend der Schwangerschaft beschreiben, fĂŒhren oft zu Verunsicherungen bei werdenden Eltern.2,3 Allerdings sind diese Studien unabhĂ€ngig von ihrer wissenschaftlichen Bewertung auf die VerhĂ€ltnisse in Deutschland nicht ĂŒbertragbar, da die Schlussfolgerung aufgrund einer erhöhten Fluoridkonzentration im Urin als Konsequenz der systemischen Fluoridzufuhr ĂŒber fluoridiertes Trinkwasser (z. B. in den USA) getroffen wurde. In Deutschland gibt es diese Trinkwasserfluoridierung nicht. Stattdessen sind außer der Verwendung von fluoridiertem Speisesalz alle empfohlenen Fluoridierungsmaßnahmen fĂŒr Schwangere lokal. Ein Zusammenhang zwischen der Fluoridierung und dem IQ des Kindes kann daher nicht hergeleitet werden.4,5

Quellen:

    KZBV, Zahngesundheit wĂ€hrend der Schwangerschaft. Online abrufbar unter: https://www.kzbv.de/zahngesundheit-waehrend-der-schwangerschaft.47.de.html
    Bashash M, et al., Prenata l fluoride exposure and cognitive outcomes in children at 4 and 6–12 years of age in Mexico. Environ Health Perspect 2017; 125:0970171. DOI:10.1289/ EHP655
    Rivka Green, et al., Association Between Maternal Fluoride Exposure During Pregnancy and IQ Scores in Offspring in Canada, JAMA Pediatrics doi:10.1001/jamapediatrics.2019.1729, 2019.
    Zimmer S, Schaper A, Stellungnahme der IfK zu Fluorid-Studien aus Nordamerika. 2019. Online abrufbar unter: https://www.kariesvorbeugung.de/kariesprophylaxe-aktuell/stellungnahme-der-ifk-zu-fluorid-studien-aus-nordamerika/
    Schiffner U, ZahnĂ€rztliche Fluoridierungsmaßnahmen in der Schwangerschaft sind sicher: Umstrittene, mit MĂ€ngeln behaftete Studie aus Mexiko hat keine Relevanz, DÄV, Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 39 (2017) 4. Online abrufbar unter: https://www.kariesvorbeugung.de/kariesprophylaxe-aktuell/zahnaerztliche-fluoridierungsmassnahmen-in-der-schwangerschaft-sind-sicher-umstrittene-mit-maengel-1/

PrÀziser Kieferaufbau im zahnlosen Unterkiefer mit Hilfe der DVT.

Kieferaufbau, das klingt nach Unfallchirurgie. Ist es aber nicht. Hier handelt es sich um einen Fachausdruck aus der Zahnheilkunde. Es geht um den sog. Knochenaufbau fĂŒr eine Implantation.

Bei Patienten, bei denen die unteren ZÀhne nicht mehr vorhanden sind, kommt es aufgrund des Fehlens zu einem Abbau eines Knochenfortsatzes, in dem sich normalerweise die unteren Teile der ZÀhne befinden. Bei einer Nichtversorgung des Problems verÀndert sich deshalb langfristig die Position des unteren Kieferknochens.

Allerdings gibt es verschiedene Knochenaufbau-Methoden durch die das Problem des Knochenverlustes, speziell im Unterkiefer, umgangen werden kann. Übrigens bedeutet "zahnloser Unterkiefer" hier im Fachjargon nicht, dass alle ZĂ€hne ausgefallen wĂ€ren, sondern dass einzelne ZĂ€hne, einer oder mehrere im Unterkiefer fehlen und ersetzt werden mĂŒssen.

Istzustand erfassen mittels DVT

Doch zuvor muss eine Aufnahme des Kiefers des Patienten angefertigt werden, da jeder Kieferknochen individuell ist und eine spezielle Struktur hat, die fĂŒr den Knochenaufbau entscheidend ist. HierfĂŒr ist die Digitale Volumentomografie (DVT) bestens geeignet, da es sich hierbei um ein modernes bildgebendes Verfahren der Implantologie handelt, das sogar kleinste Knochenstrukturen des Kiefers dreidimensional darstellen kann.

Durch die moderne Implantologie eröffnen sich viele neue Möglichkeiten, sodass Personen, die Probleme mit ihren (fehlenden) ZĂ€hnen haben, nun nicht mehr dadurch eingeschrĂ€nkt werden mĂŒssen. Denn ein Zahnverlust folgt in der Regel im Laufe des Lebens aufgrund verschiedener Ursachen. Die hĂ€ufigste Ursache des Zahnverlustes ist der natĂŒrliche Alterungsprozess, der kaum aufgehalten werden kann.

Fehlende ZĂ€hne sollten ersetzt werden

Es ist empfehlenswert so schnell wie möglich einen Spezialisten aufzusuchen, sobald ZĂ€hne fehlen und dadurch EinschrĂ€nkungen auftreten. Denn ansonsten kommt es, wie oben bereits erwĂ€hnt, zu einem kontinuierlichen Abbau des Knochens, in dem sich zuvor die ZĂ€hne befunden haben. Dieser bildet sich immer weiter zurĂŒck, wenn keine ZĂ€hne mehr vorhanden sind bzw. ZĂ€hne fehlen.

Es gibt allerdings auch weitere Ursachen fĂŒr einen Abbau des Kieferknochens, beispielsweise eine starke EntzĂŒndung des Zahnbettes, traumatische Ereignisse (StĂŒrze etc.) oder auch das jahrelange Tragen einer Prothese.

Grundvoraussetzung fĂŒr ein Zahnimplantat ist allerdings ein intakter und stabiler Kieferknochen, damit das Implantat genĂŒgend Halt hat. Damit diese Bedingung erfĂŒllt ist, kommt der Knochenaufbau im Kiefer zum Einsatz. Die Implantologie bietet verschiedene Methoden des Knochenaufbaus, die allerdings von der jeweiligen Situation abhĂ€ngen. DafĂŒr wird zuvor die Digitale Volumentomografie angewendet, sodass in jedem Fall individuell entschieden werden kann, welche Knochenaufbau-Methode im Einzelfall am sinnvollsten ist.

Knochenaufbau fĂŒr eine sichere Implantation

Das Ergebnis dieses modernen Verfahrens ermöglicht eine prĂ€zise Planung des anschließenden Knochenaufbaus, falls dieser tatsĂ€chlich nötig ist. Ein Knochenaufbau ist beispielsweise durch das Einbringen von Knochen oder Knochenersatzmaterial möglich. In einigen FĂ€llen kommen verschiedene Proteine oder Membranen zum Einsatz durch die das Knochenwachstum zusĂ€tzlich gefördert wird.

Allerdings zeigen erst die Aufnahmen, die durch die Digitale Volumentomografie entstehen, welches Verfahren im Einzelfall am besten geeignet ist, sodass sichergestellt werden kann, dass das anschließende Implantat auch fest und sicher im Kiefer verankert ist. Manchmal bringt die DVT auch das erfreuliche Ergebnis zutage, dass sich der Knochen zwar zurĂŒckgebildet hat, aber immer noch ausreichend Material vorhanden ist, um mit den modernen Verfahren in der Zahnheilkunde eine sichere Implantation zu gewĂ€hrleisten.

SpÀte aber richtige Einsicht


Einem Schreiben des Bundesministeriums fĂŒr Gesundheit (BMG) an die Gesellschafter der gematik zufolge wird die fĂŒr den 1. Januar 2022 gesetzlich vorgegebene verpflichtende EinfĂŒhrung der elektronischen Arzneimittelverordnung (E-Rezept) abgesagt. Demnach sind die Ergebnisse bisheriger Tests unzureichend und die flĂ€chendeckende technische VerfĂŒgbarkeit der Telematik-Anwendung bislang nicht erreicht. Das E-Rezept soll zunĂ€chst weiter getestet werden, bevor es in der Versorgung flĂ€chendeckend umgesetzt wird.

Dr. Karl-Georg Pochhammer, stellv. Vorsitzender des Vorstands der KZBV: „Besser spĂ€t als nie! Wir begrĂŒĂŸen die richtige Einsicht des Mehrheitsgesellschafters BMG außerordentlich. Mit dieser 'Notbremse' schließt sich die neue Spitze des Hauses noch rechtzeitig der vielfach und gemeinsam eingebrachten Auffassung der ĂŒbrigen gematik-Gesellschafter an, zu denen auch die KZBV zĂ€hlt. FĂŒr einen solchen Schritt hatten wir uns immer wieder auf Arbeitsebene des BMG, mit entsprechenden BeschlussvorschlĂ€gen in der Gesellschafterversammlung und auch öffentlichkeitswirksam stark gemacht. Bisherige Feldtests in der Fokusregion Berlin-Brandenburg waren auch nach der bundesweiten Ausdehnung bei weitem nicht aussagekrĂ€ftig genug. Das Risiko eines von Fehlern und Pannen begleiteten Starts des E-Rezepts wĂ€re völlig unkalkulierbar gewesen. Einen sicheren Wirkbetrieb zum ursprĂŒnglichen Stichtag in zwei Wochen hĂ€tte niemand garantieren können, der im Gesundheitssystem Verantwortung trĂ€gt.“

Die Entscheidung sei auch ein Beitrag zu mehr Patientensicherheit in einer Zeit, in der dem Gesundheitswesen pandemiebedingt die Überlastung droht: „In Zahnarzt- und Arztpraxen werden tĂ€glich 2 Millionen Rezepte ausgestellt. Fehlerhaft ĂŒbermittelte Rezepte wĂ€ren in einer besonders kritischen Phase der Pandemie eine absehbare und völlig unnötige Zusatzbelastung fĂŒr Heilberufe und Apotheken gewesen.“ Die KZBV sprach sich erneut dafĂŒr aus, die weitere Testung erst dann zu beenden, wenn diese nachweislich erfolgreich war. DafĂŒr mĂŒssten transparente QualitĂ€tskriterien vorgesehen werden, die nicht nur jeder Anbieter, sondern auch die gesamte Prozesskette erfĂŒllen muss. „Das E-Rezept darf erst nach erwiesener Praxistauglichkeit fĂŒr den Regelbetrieb in die Praxen kommen“, forderte Pochhammer.

Die auch nach dem Willen des BMG fortzusetzende und zu intensivierende Testphase wird von der KZBV, die bereits bei ihren Vertreterversammlungen entsprechende BeschlĂŒsse gefasst hatte, aktiv unterstĂŒtzt. „Wir rufen Berufsstand und Hersteller zahnĂ€rztlicher Praxisverwaltungssysteme auf, sich wie bereits jetzt schon in der Testregion Berlin-Brandenburg auch bundesweit aktiv an den Tests zu beteiligen und so die VerlĂ€ngerung der Testphase sinnvoll zu nutzen“.

UnabhĂ€ngig von der Verschiebung der EinfĂŒhrung des E-Rezepts können Zahnarztpraxen bei der EinfĂŒhrung der elektronischen ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung (eAU) und des E-Rezepts weiterhin und auch nach dem 1. Januar bis auf Weiteres ein papiergebundenes Verfahren nutzen:

  • Die ArbeitsunfĂ€higkeitsdaten können unter Verwendung der im PVS hinterlegten Formulare bzw. ĂŒber das entsprechende Stylesheet ausgedruckt und ĂŒber die Versicherten an die Krankenkasse ĂŒbermittelt werden.
  • FĂŒr die Verordnungsdaten kann die Praxis das Arzneiverordnungsblatt gemĂ€ĂŸ Anlage 14a zum BMV-Z (Muster 16) verwenden.
Die Übergangsfrist fĂŒr die eAU, die am 31. Dezember endet, wird bislang nicht verlĂ€ngert. Deshalb sind Praxen grundsĂ€tzlich verpflichtet, die eAU zu nutzen, wenn sie technisch dazu in der Lage sind. Wenn Praxen die technischen Voraussetzungen nachweislich unverschuldet nicht herstellen können, weil etwa notwendige Dienste und Komponenten nicht fehlerfrei funktionieren, nicht lieferbar sind oder Updates fĂŒr PVS noch nicht verfĂŒgbar sind, sind Praxen solange von der Verpflichtung zur elektronischen Ausstellung und Übermittlung der ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung befreit, bis die technischen Voraussetzungen gegeben sind. Dennoch sollten Praxen aufgrund der unverĂ€ndert geltenden Gesetzeslage zur EinfĂŒhrung der Anwendungen zeitnah Updates fĂŒr die PVS und den fĂŒr die eAU erforderlichen KIM-Dienst installieren, falls sie das bislang noch nicht getan haben.

Weitere Informationen und kostenfreie Praxishilfen zur EinfĂŒhrung von eAU, E-Rezept und KIM in Zahnarztpraxen können auf der Website der KZBV abgerufen werden.

Corona-Sonderregeln, E-Patientenakte, Pflegereform: Das Àndert sich 2022 im Gesundheitsbereich

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran: Die elektronische Patientenakte bekommt mehr Funktionen, der „gelbe Schein“ wird weiter digitalisiert. Ab Januar tritt zudem die Pflegereform in Kraft und es könnte sein, dass Cannabis bald legal verkauft werden darf. Ein Überblick, was sich 2022 fĂŒr Sie im Gesundheitsbereich Ă€ndert.
Corona-Sonderregeln verlÀngert

Noch immer hat uns die Corona-Pandemie fest im Griff. Daher hat das Bundesministerium fĂŒr Gesundheit die pandemiebedingte Sonderregelung verlĂ€ngert:

  • Das Kinderkrankengeld kann auch 2022 je versichertem Kind grundsĂ€tzlich fĂŒr 30 statt 10 Tage in Anspruch genommen werden. Alleinerziehenden haben Anspruch auf 60 statt 20 Tage.
  • Die Regelungen zur finanziellen Entlastung von PflegebedĂŒrftigen und pflegenden Angehörigen gelten bis zum 31. MĂ€rz. Die Zahlung des PflegeunterstĂŒtzungsgeldes wird wegen der Pandemie von zehn auf 20 Arbeitstage verlĂ€ngert. PflegebedĂŒrftige des Pflegegrades 1 können den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich auch fĂŒr Hilfen außerhalb der geltenden Regelung einsetzen, um so Corona-bedingte VersorgungsengpĂ€sse auszugleichen. Und eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst, um die PflegebedĂŒrftigkeit festzustellen, kann ohne Untersuchungen des Versicherten in seinem Wohnbereich erfolgen. Die Einstufung erfolgt dann nach Aktenlage und einer telefonischen Befragung.
  • Auch die geltenden Sonderregeln in der ambulanten Ă€rztlichen Versorgung werden im Zuge der vierten Infektionswelle bis zum 31. MĂ€rz verlĂ€ngert. Dazu zĂ€hlen eine telefonische Krankschreibung bis zu sieben Kalendertagen bei ErkĂ€ltungssymptomen oder das vermehrte Angebot an Video-Sprechstunden.
  • KrankenhausĂ€rztinnen und -Ă€rzte können eine ArbeitsunfĂ€higkeit fĂŒr eine Dauer von bis 14 Kalendertagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus bescheinigen. Die Regelung tritt am 31. Mai außer Kraft.

Mehr Informationen: www.g-ba.de/service/sonderregelungen-corona/
Online zum Arzt

Welche Ärzte Videosprechstunden anbieten dĂŒrfen, wie Patientinnen und Patienten davon profitieren und wie der digitale Arztbesuch ablĂ€uft, erfahren Sie hier: www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/patient-arzt/wie-funktioniert-die-videosprechstunde
Corona-Impfpflicht fĂŒr besondere Berufsgruppen ab MĂ€rz

Die neue Bundesregierung hat kurz nach ihrem Amtsantritt ein neues ImpfprĂ€ventionsgesetz beschlossen. Das Gesetz sieht erstmals auch eine Corona-Impfpflicht fĂŒr bestimmte Berufsgruppen vor: fĂŒr das Personal von Arztpraxen, Kliniken, Rettungsdiensten, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen, in denen Menschen mit Behinderungen betreut werden sowie sozialpĂ€dagogische Zentren. Die Impfpflicht soll ab dem 15. MĂ€rz gelten. Konkret heißt das: Personen, die z. B. in Arztpraxen und Zahnarztpraxen, KrankenhĂ€usern oder Pflegeheimen tĂ€tig sind, mĂŒssen bis zum 15. MĂ€rz 2022 entweder geimpft oder genesen (im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung) sein. Ausgenommen sind Personen, die auf Grund medizinischer Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können.
SozialversicherungsbeitrÀge bleiben stabil

Damit die SozialversicherungsbeitrĂ€ge nicht steigen, hat der Bund eine zusĂ€tzliche Milliardenhilfe beschlossen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen bekommen, umgesetzt ĂŒber einen Zuschuss an den Gesundheitsfonds, 2022 einen ergĂ€nzenden Zuschuss von 14 Milliarden Euro. So sollen die ZusatzbeitrĂ€ge der Versicherten bei durchschnittlich 1,3 Prozent bleiben. Insgesamt erhĂ€lt die gesetzliche Krankenversicherung damit im kommenden Jahr 28,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln.
Beitragsbemessungsgrenze bleibt ebenfalls stabil

Die Beitragsbemessungsgrenze bleibt auf dem Niveau von 2021. Sie ist die maßgebende RechengrĂ¶ĂŸe fĂŒr die Sozialversicherung und wird entsprechend der Entwicklung der Löhne und GehĂ€lter jĂ€hrlich angepasst. Dadurch Ă€ndern sich die Einkommensgrenzen, von denen oder bis zu denen BeitrĂ€ge zu zahlen sind. In den letzten Jahren wurde diese meist erhöht. Das ist diesmal anders. Ab dem 1. Januar 2022 betrĂ€gt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unverĂ€ndert 58.050 Euro im Jahr. Die Versicherungspflichtgrenze in der GKV liegt unverĂ€ndert bei 64.350 Euro brutto im Jahr. Wer mehr als diesen Betrag verdient, kann sich privat krankenversichern lassen.
Der „gelbe Schein“ wird weiter digitalisiert

Die gelben Zettel, die die Ärztin oder der Arzt bei einer Krankschreibung gesetzlich Versicherten ausstellt, sollen allmĂ€hlich weniger werden. Seit dem 1. Oktober ĂŒbermitteln Ärzte die Krankmeldungen bereits digital an die gesetzlichen Krankenkassen. Dass auch der Arbeitgeber von der Krankmeldung erfĂ€hrt, dafĂŒr sind bislang noch die Angestellten selbst zustĂ€ndig. Doch nicht mehr lange: Ab dem 1. Juli 2022 sollen die gesetzlichen Krankenkassen die Krankmeldungen auch den Arbeitgebern digital zur VerfĂŒgung stellen. Damit wird der „gelbe Schein“ StĂŒck fĂŒr StĂŒck digitalisiert. Er verschwindet aber nicht ganz: Die Ärzte sind verpflichtet, den Patientinnen und Patienten ein Belegexemplar auszustellen.
Elektronische Patientenakte bekommt mehr Funktionen

Arztberichte, Befunde, Röntgenbilder – all dies kann theoretisch bereits seit einem Jahr in der elektronischen Patientenakte (ePA) hinterlegt werden. Ab Januar sollen auch der Impfausweis, das gelbe U-Heft fĂŒr Kinder, das Zahnbonus-Heft und der Mutterpass in der ePA gespeichert werden können. Versicherte bekommen die Möglichkeit, ĂŒber ihr Smartphone oder Tablet fĂŒr jedes in der ePA gespeicherte Dokument einzeln zu bestimmen, wer darauf zugreifen kann. Bei einem Krankenkassenwechsel können Patienten ihre Daten aus der ePA ĂŒbertragen lassen. Der Gebrauch der elektronischen Patientenakte bleibt freiwillig. Zu Beginn des Jahres 2022 werden auch die ersten privaten Krankenversicherungen die elektronische Patientenakte anbieten. Sie hatten mit dem Start auf die wesentlich umfangreicheren Funktionen und die deutlich prĂ€ziseren Datenschutz-Regeln gewartet.
Die elektronische Patientenakte (ePA)

Wie man als Patient an eine solche Akte kommt, welche Vorteile sie bringen kann und wie man die Kontrolle ĂŒber seine Daten behĂ€lt, erfahren Sie hier: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/e-health-trends/die-elektronische-patientenakte-epa-wie-sie-funktioniert-und-was-sie
Pflegereform tritt in Kraft

Die große Koalition hat sich vor der Bundestagswahl auf eine Pflegereform geeinigt. Demnach wird die Pflegeversicherung ab 2022 vom Bund mit einer Milliarde Euro jĂ€hrlich bezuschusst. Des Weiteren wird der Beitragszuschlag fĂŒr Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte angehoben. Dadurch wĂŒrde die Pflegeversicherung laut Bundesgesundheitsministerium zusĂ€tzlich 400 Millionen Euro pro Jahr erhalten. Damit PflegebedĂŒrftige von steigenden Kosten nicht ĂŒberfordert werden, zahlt die Pflegeversicherung bei der Versorgung im Pflegeheim kĂŒnftig einen Zuschlag. Dieser soll mit der Dauer der Pflege steigen: Im ersten Jahr trĂ€gt die Pflegekasse 5 Prozent des Eigenanteils, im zweiten Jahr 25 Prozent, im dritten Jahr 45 Prozent und danach 70 Prozent.

Außerdem werden in der ambulanten Pflege die SachleistungsbetrĂ€ge um 5 Prozent erhöht und der Leistungsbetrag der Pflegeversicherung zur Kurzzeitpflege wird um 10 Prozent angehoben. Ab dem 1. September 2022 sollen zudem nur noch Pflegeeinrichtungen zur Versorgung zugelassen werden, die ihre Pflege- und BetreuungskrĂ€fte nach Tarif bezahlen. Ein bundeseinheitlicher PersonalschlĂŒssel soll die Einstellungen zusĂ€tzlicher PflegekrĂ€fte erleichtern und so dem Mangel an PflegekrĂ€ften entgegenwirken.
Kontrollierter Cannabis-Verkauf?

Die Parteien der Ampel-Koalitionen wollen den Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken legalisieren. Darauf hatte sich im November die Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege der Koalition geeinigt. Geplant ist eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizenzierten GeschÀften. So solle die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewÀhrleistet werden. Wann die Legalisierung umgesetzt werden soll, steht allerdings noch aus. Unter Medizinern ist die Legalisierung umstritten. Zu den möglichen Risiken gehören Psychosen, Störungen des Bewusstseins und der kognitiven FÀ­hig­keiten, klare EinschrÀnkungen der Aufmerksamkeit und der Psychomotorik.
Mehr AufklĂ€rung ĂŒber Organspende

Mehr als 9000 Menschen warten in Deutschland laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation auf eine Organspende. Die meisten davon brauchen eine Niere. Die Zahl der Menschen, die einen Organspendeausweis besitzen, ist in den vergangenen Jahren zwar gestiegen. Dennoch wissen noch immer nicht genĂŒgend Menschen ĂŒber das Thema Organspende Bescheid. HausĂ€rztinnen und HausĂ€rzte kommt deshalb eine aktivere Rolle bei der AufklĂ€rung ĂŒber die Organspende zu. Ab MĂ€rz 2022 sollen sie ihre Patienten alle zwei Jahre ĂŒber die Organ- und Gewebespende informieren. Das sieht das Gesetz „zur StĂ€rkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende“ vor, dass der Bundestag im Januar 2020 verabschiedet hatte. Ab MĂ€rz soll zudem ein neues Organspenderegister an den Start gehen. Dort soll dann eine SpendererklĂ€rungen auch elektronisch abgegeben oder widerrufen werden können.
Fragen und Antworten zur Organspende

Wie erhĂ€lt man einen Organspendeausweis? Unter welchen Voraussetzungen dĂŒrfen Ärzte Organe entnehmen? Und wer entscheidet, wenn der Wille des potenziellen Spenders unbekannt ist? Diese Fragen beantworten wir hier: www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/notfall-erste-hilfe/10-fragen-und-antworten-zur-organspende
Tattoo-Farben verboten

Ab Januar tritt eine neue EU-Verordnung fĂŒr Tattoo-Farben in Kraft. Mehr als 4000 chemische Stoffe, die fĂŒr Tattoo-Tinte und Permanent-Make-up verwendet werden, sind dann verboten. Die EuropĂ€ische Chemikalienagentur (ECHA) sieht in den Chemikalien ein Gesundheitsrisiko. Sie können Hautallergien und andere schwerwiegendere Auswirkungen auf die Gesundheit wie genetische Mutationen und Krebs verursachen, schreibt die ECHA. Das Verbot ist in der sogenannten Reach-Verordnung festgehalten. "Reach" steht fĂŒr Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien. Etwa 12 Prozent der Menschen in Europa haben ein Tattoo. Studien darĂŒber, wie groß das Gesundheitsrisiko durch die chemischen Substanzen in den Farben tatsĂ€chlich ist, gibt es bisher nicht.
Verschoben: Elektronisches Rezept

UrsprĂŒnglich sollte das elektronische Rezept ab Januar 2022 Pflicht werden. Die EinfĂŒhrung wurde Ende Dezember jedoch verschoben. Das teilte das Bundesministerium fĂŒr Gesundheit in einem Schreiben den anderen Gesellschaftern der gematik GmbH mit. Darin heißt es, dass die erforderlichen technischen Systeme noch nicht flĂ€chendeckend zur VerfĂŒgung stehen wĂŒrden. Die Testphase fĂŒr das E-Rezept soll daher verlĂ€ngert werden. ZukĂŒnftig sollen Ärzte gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten Rezepte nur noch digital ausstellen. Versicherte, die kein elektronisches Rezept wĂŒnschen, können aber auch weiterhin einen Papierausdruck des E-Rezepts erhalten.
Die App „E-Rezept“

  • Die App „E-Rezept“ kann auch in der Testphase kostenlos in den App-Stores heruntergeladen werden (www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de/app).
  • Technische Voraussetzungen ist ein NFC-fĂ€higes Smartphone mit mindestens iOS 14 oder Android 7.
  • FĂŒr die Anmeldung in der App ist eine elektronische Gesundheitskarte notwendig und die dazugehörige PIN. Wer keine Gesundheitskarte hat oder den PIN nicht mehr weiß, kann beides bei seiner Krankenkasse anfordern.
  • Mit Hilfe eines QR-Codes kann das Rezept per App oder Ausdruck in der Apotheke eingelöst werden. In der App sind auch Informationen zum Medikament und Hinweise zur Einnahme und Dosierung hinterlegt.



x


Airflow-GerÀte

Pulver-Strahl-GerÀte, mittels derer VerfÀrbungen an den sichtbaren ZahnflÀchen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.