Zahnarztpraxis
Dr. Roman Kudella
Hermann-Albertz-Str. 111
46045 Oberhausen

Telefon: (0208) 80 41 99
Fax: (0208) 80 43 60
E-Mail: Dr.R.Kudella@t-online.de

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mit dem Bus:
‱ Haltestelle Anne-Frank-Realschule, von dort 2 Min. zu Fuß zur Praxis, dazu in Richtung Wörthstr. gehen

‱ Haltestelle Marktstraße, von dort 3 Min. zu Fuß zur Praxis. Dazu rechts auf die Hermann-Albertz-Str. abbiegen

mit dem Auto:
‱ von der A40 aus Richtung Duisburg:
Ausfahrt MĂŒlheim-Styrum / Oberhausen, am Ende der Ausfahrt links auf die Oberhausener Str. abbiegen, nach ca. 1,3 km nach links in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A40 aus Richtung Essen:
Ausfahrt MĂŒlheim-Styrum / Oberhausen, am Ende der Ausfahrt rechts auf die Oberhausener Str. abbiegen, nach ca. 1,3 km nach links in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A42 aus Richtung Duisburg:
Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, am Ende der Ausfahrt rechts auf die Konrad-Adenauer-Allee abbiegen, nach ca. 3,4 km rechts in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A42 aus Richtung Essen:
Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, am Ende der Ausfahrt links auf die Konrad-Adenauer-Allee abbiegen, nach ca. 3,4 km rechts in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

Der Parkplatz des Penny-Marktes ist fĂŒr jedermann zugĂ€nglich, es kann hier 90 Minuten kostenlos geparkt werden.

Die Praxis befindet sich in dem GebÀude, das rechterhand des Parkplatzes unmittelbar an der Hermann-Albertz-Str. liegt.


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14:30 - 17:00 Uhr
ZusÀtzliche Sprechzeiten nach Vereinbarung

News

Neuregelungen im Jahr 2019 in Gesundheit und Pflege

    Zum 1. Januar haben wir im Gesundheitswesen vieles konkret verbessert. Wir entlasten Arbeitnehmer, Rentner und auch KleinselbststĂ€ndige bei den BeitrĂ€gen. Und wir sorgen dafĂŒr, dass PflegekrĂ€fte im Arbeitsalltag entlastet werden. Die Krankenkassen werden 13.000 Pflegestellen in der Altenpflege und jede zusĂ€tzliche Pflegestelle im Krankenhaus finanzieren. Ich ermuntere die Verantwortlichen in KrankenhĂ€usern und Pflegeheimen vor Ort, diese Möglichkeiten jetzt auch tatkrĂ€ftig zu nutzen. Die Pflege braucht unsere UnterstĂŒtzung. Das Pflegepersonal-StĂ€rkungsgesetz war nur der Anfang.
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG
ParitÀtische Finanzierung der GKV-BeitrÀge

Die BeitrÀge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden in voller Höhe paritÀtisch getragen. Um Arbeitnehmer und Rentner zu entlasten, wird auch der von den Krankenkassen festzusetzende Zusatzbeitragssatz zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bzw. Rentnern und der Rentenversicherung gezahlt.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz fĂŒr 2019 ist auf 0,9 Prozent (2018: 1,0 Prozent) abgesenkt worden (Bekanntmachung des BMG vom 26. Oktober 2018). Wie hoch er fĂŒr die Mitglieder der einzelnen Krankenkassen tatsĂ€chlich ausfĂ€llt, entscheiden die Krankenkassen. Krankenkassen, deren Finanzreserven eine Monatsausgabe ĂŒbersteigen, dĂŒrfen ihren individuellen Zusatzbeitragssatz nicht mehr anheben.
Einheitlicher Mindestbeitrag entlastet KleinselbststÀndige

Hohe BeitrĂ€ge in der GKV ĂŒberfordern SelbststĂ€ndige mit geringen EinkĂŒnften und ExistenzgrĂŒnder. Deshalb werden freiwillig versicherte SelbststĂ€ndige bei den MindestbeitrĂ€gen den ĂŒbrigen freiwillig Versicherten in der GKV gleichgestellt (einheitliche Mindestbemessungsgrundlage von 1.038,33 Euro in 2019). Damit sinken die MindestbeitrĂ€ge zur Krankenkasse und sozialen Pflegeversicherung fĂŒr hauptberuflich SelbststĂ€ndige um mehr als die HĂ€lfte.
Entlastung bei Krankengeld oder Mutterschaftsgeld  

Freiwillig Versicherte mĂŒssen wĂ€hrend des Bezugs von Krankengeld oder Mutterschaftsgeld nur noch BeitrĂ€ge auf tatsĂ€chlich bestehende  beitragspflichtige Einnahmen zahlen.
Besserer GKV-Zugang fĂŒr ehemalige Zeitsoldaten

Ehemalige Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten ein Beitrittsrecht zur freiwilligen Versicherung in der GKV und nach dem Ende ihrer Dienstzeit einen Zuschuss zu den KrankenversicherungsbeitrĂ€gen als Ersatz fĂŒr die bisherige Beihilfe.
Abbau von Beitragsschulden

Die Krankenkassen werden verpflichtet, passive Mitgliedschaften zu beenden. Bislang endet eine freiwillige GKV-Mitgliedschaft nur dann, wenn das Mitglied seinen Austritt erklĂ€rt. Wenn ein GKV-Mitglied aber unbekannt verzogen ist, keine BeitrĂ€ge mehr bezahlt und sich nicht abmeldet, wird es obligatorisch zum Höchstbeitrag weiterversichert. Damit haben die Krankenkassen fiktive Beitragsschulden angehĂ€uft. Pflegepersonal-StĂ€rkungsgesetz – PpSG
ZusÀtzliche Pflegestellen

In der vollstationĂ€ren Altenpflege werden die Voraussetzungen fĂŒr 13.000 zusĂ€tzliche Stellen geschaffen, die von den Krankenkassen ohne finanzielle Beteiligung der PflegebedĂŒrftigen finanziert werden. Dabei können auch Teilzeitstellen, die aufgestockt werden, berĂŒcksichtigt werden.

Um die Personalausstattung in der Krankenhaus-Pflege zu verbessern, wird jede zusĂ€tzliche oder aufgestockte Pflegestelle am Krankenhausbett  vollstĂ€ndig refinanziert.
VergĂŒtung fĂŒr PflegekrĂ€fte

Ab 2018 werden die Tarifsteigerungen fĂŒr die PflegekrĂ€fte im Krankenhaus vollstĂ€ndig von den KostentrĂ€gern refinanziert. Die zusĂ€tzlichen Finanzmittel sind zur Finanzierung von Tariferhöhungen einzusetzen. Das ist zu belegen.

Die VergĂŒtungen von Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe im ersten Ausbildungsjahr werden vollstĂ€ndig von den KostentrĂ€gern refinanziert. Die Verbesserung schafft einen deutlichen Anreiz, mehr auszubilden.

Auch in der hĂ€uslichen Krankenpflege mĂŒssen Tariflöhne von den Krankenkassen akzeptiert werden.
Arbeitsbedingungen fĂŒr PflegekrĂ€fte

Pflegeeinrichtungen und KrankenhĂ€user werden finanziell dabei unterstĂŒtzt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fĂŒr ihre in der Pflege tĂ€tigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern.

Krankenkassen mĂŒssen rund 70 Millionen Euro jĂ€hrlich mehr fĂŒr Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung in KrankenhĂ€usern und Pflegeeinrichtungen aufwenden.

Um PflegekrĂ€fte zu entlasten, wird die Digitalisierung gefördert. Die Pflegeversicherung stellt dafĂŒr einmalig pro Einrichtung (ambulant oder stationĂ€r) 12.000 Euro zur VerfĂŒgung. Mit der Kofinanzierung der Einrichtung können Maßnahmen im Umfang von bis zu 30.000 Euro je Einrichtung finanziert werden.
Pflege zu Hause

Pflegende Angehörige erhalten leichter Zugang zu stationĂ€ren medizinischen Rehabilitationsleistungen. Wenn die pflegebedĂŒrftige Person gleichzeitig in der Reha-Einrichtung betreut werden kann, ĂŒbernehmen die Krankenkassen die Kosten. Andernfalls mĂŒssen Kranken-und Pflegekasse die Betreuung organisieren.

FĂŒr PflegebedĂŒrftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen werden Taxifahrten zu einer ambulanten Behandlung einfacher. Sie gelten mit der Ă€rztlichen Verordnung als genehmigt.

LÀngere Wegezeiten, insbesondere im lÀndlichen Raum, in der ambulanten Alten- und Krankenpflege sollen besser honoriert werden.

Auch in der hĂ€uslichen Krankenpflege mĂŒssen Tariflöhne von den Krankenkassen akzeptiert werden.
Pflegepersonaluntergrenzen

Zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung mĂŒssen KrankenhĂ€user Pflegepersonaluntergrenzen einhalten. Durch Rechtsverordnung wurden diese Mindestgrenzen zunĂ€chst fĂŒr vier pflegesensitive Bereiche festgelegt:  Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie, Unfallchirurgie. Die Selbstverwaltungspartner erhalten den gesetzlichen Auftrag, die Pflegepersonaluntergrenzen weiterzuentwickeln.
Krankenhausfinanzierung

Der Krankenhausstrukturfonds wird fĂŒr vier Jahre mit 1 Milliarde Euro jĂ€hrlich fortgesetzt. Die Finanzierung erfolgt wie bisher je zur HĂ€lfte aus der LiquiditĂ€tsreserve des Gesundheitsfonds und aus Mitteln der LĂ€nder. Die Anreize, fĂŒr die Versorgung nicht mehr benötigte Krankenhausbetten abzubauen, werden verstĂ€rkt. Gesetz zur Beitragssatzanpassung in der sozialen Pflegeversicherung

Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent (3,3 Prozent fĂŒr Kinderlose). Die Anhebung ist notwendig, weil die Leistungsverbesserungen der letzten Jahre stĂ€rker als erwartet in Anspruch genommen werden. Außerdem sollen in den nĂ€chsten Jahren weitere ausgabenwirksame Verbesserungen hinzukommen, die mit dieser Beitragssatzanhebung finanziert werden können. RechengrĂ¶ĂŸen

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) der GKV steigt auf jÀhrlich 60.750 Euro (2018: 59.400 Euro).

Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV steigt auf jÀhrlich 54.450 Euro (2018: 53.100 Euro) bzw. auf monatlich 4.537,50 Euro (2018: 4.425 Euro).

Die BezugsgrĂ¶ĂŸe, die fĂŒr viele Werte in der Sozialversicherung wichtig ist, etwa fĂŒr die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen fĂŒr freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung, erhöht sich auf 3.115 Euro monatlich in den alten BundeslĂ€ndern und auf 2.870 Euro in den neuen BundeslĂ€ndern (2018: 3.045 Euro / 2.695 Euro).

15.01.2019 DGA | Quelle: Bundesministerium fĂŒr Gesundheit

Zahnimplantate im Alter

„Eine Versorgung mit Zahnimplantaten muss anpassungsfĂ€hig sein, da sich die Erfordernisse bei Patientinnen und Patienten mit zunehmendem Alter Ă€ndern“, erklĂ€rt Prof. Dr. Frauke MĂŒller von der Abteilung fĂŒr Gerodontologie und Prothetik der UniversitĂ€t Genf auf dem 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Implantologie in Wiesbaden. „Angesichts des demographischen Wandels und der steigenden Zahl von Patienten mit implantatgetragenem Zahnersatz mĂŒssen wir die Kriterien des Behandlungserfolges in der Implantologie ergĂ€nzen und unsere Planung sowie das langfristige Management von Implantaten anpassen“, fordert die Expertin.

„Wir sehen heute zunehmend Ă€ltere Patientinnen und Patienten, deren Implantate seit mehr als 30 Jahren erfolgreich und intakt sind“, sagt Professor Frauke MĂŒller. Dies ist die gute Nachricht, ebenso die Tatsache, dass implantatgetragener Zahnersatz auch bei betagten Patienten mittlerweile zum modernen Therapiespektrum gehört, um die Kaufunktion zu erhalten. Denn diese ist nicht nur fĂŒr eine gesunde ErnĂ€hrung wichtig, sondern auch fĂŒr das Training der Kaumuskeln und die Kognition.

Die Kehrseite der Vorteil Allerdings haben die Vorteile der Implantate auch eine Kehrseite wenn ihre TrĂ€ger Ă€lter werden. „Implantate Ă€ndern sich nicht – im Gegensatz zu der Umgebung, in die sie eingepflanzt wurden“, sagt Professor MĂŒller. Beim Alterungsprozess Ă€ndern sich Physiologie und mit dem Knochenschwund auch die Anatomie im Mund. Wenn Seh- und Tastvermögen sowie die Geschicklichkeit schwinden, fĂ€llt Ă€lteren Menschen die Mundhygiene zunehmend schwerer. Werden ImplantattrĂ€ger zu PflegefĂ€llen, sind die PflegekrĂ€fte ebenfalls oft mit der Mundhygiene ĂŒberfordert. Wenn sich dann ZahnbelĂ€ge anhĂ€ufen, wĂ€chst das Risiko fĂŒr eine LungenentzĂŒndung, wenn keimbeladener Speichel in die Bronchien gelangt.

Dass Patienten ihre prothetische Versorgung unabhĂ€ngig handhaben und reinigen können, mĂŒsse zu einem zusĂ€tzlichen Erfolgskriterium einer Implantatversorgung werden, fordert Professor MĂŒller. „Wir brauchen darum in der Implantologie einfach verĂ€nderbare und reversible Lösungen“, betont die Expertin. Wir tragen ja auch nicht ein Leben lang dieselbe Brille. Eine festsitzende implantatgetragene Rekonstruktion mĂŒsse so konstruiert werden, dass sie in eine herausnehmbare Versorgung umgewandelt werden kann, deren Verankerung kontinuierlich den Erfordernissen angepasst wird und zunehmend leichter zu handhaben ist.

Wenn festsitzender Zahnersatz zum Stress wird Sitzt der Zahnersatz zunĂ€chst fest etwa auf einem implantatgetragenen Steg, kann er bei Bedarf mit einfacheren Halte-Elementen befestigt werden – mit Kugelkopf-Ankern, sogenannten Locatoren oder leicht lösbaren Magnet-Verbindungen. „Die weitverbreitete Annahme, dass Patienten einen maximal festsitzenden Zahnersatz bevorzugen gilt nicht fĂŒr gebrechliche Senioren“, sagt Professor MĂŒller. „Diese Menschen werden durch einen sehr festsitzenden und daher schwer herausnehmbaren Zahnersatz eher gestresst.“ Es sei darum die Aufgabe der ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte, den Zahnersatz kontinuierlich an die jeweiligen FĂ€higkeiten eines Patienten so anzupassen, damit dieser eine Versorgung autonom handhaben könne.

Die modernen Verfahren der CAD/CAM-Konstruktion von Zahnersatz können dieses Vorgehen erleichtern. Mit ihrer Hilfe lassen sich auf der Basis gespeicherter Daten wiederholt Ă€hnliche, aber einfachere Dentalprothesen zu geringen Kosten herstellen, ohne dass erneut ein Abdruck genommen werden muss. „Wenn Patienten eine implantatgetragene Prothese nicht mehr tragen wollen oder können, beispielsweise wenn die Schleimhaut aufgrund einer Chemotherapie sehr empfindlich wird, dann mĂŒssen wir die Implantate auch „schlafen legen“ können, damit die Aufbauten nicht stören und sich die Patienten nicht verletzen können“, sagt Professor MĂŒller. Um diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen ist es wichtig, die Patienten nicht aus der Betreuung zu verlieren, und sie auch weiter zu betreuen, wenn sie pflegebedĂŒrftig werden.

Die Referentin: Prof. Dr. Frauke MĂŒller ist Leiterin der Division fĂŒr Gerodontologie und abnehmbare Prothetik der UniversitĂ€t Genf. Aufgrund ihrer „aussergewöhnlichen Leistungen in der Medizin“wurde sie im vergangenen Jahr als Einzelmitglied in den Senat der Schweizer Akademie der Wissenschaften (SAMW) gewĂ€hlt. Sie ist PrĂ€sidentin des European College of Gerodontology (ECG) und der Geriatric Oral Research Group (GORG) der International Association for Dental Research (IADR).

Berufsbild weiter attraktiv – bedenkliche Entwicklung bei Z-MVZ

FĂŒr die KassenzahnĂ€rztliche Bundesvereinigung (KZBV) stehen auch weiterhin Fragen im Zusammenhang mit der zuverlĂ€ssigen GewĂ€hrleistung einer wohnortnahen, flĂ€chendeckenden und qualitativ hochwertigen Versorgung im Fokus ihrer AktivitĂ€ten. Das belegen Daten und Fakten des aktuellen statistischen Jahrbuches der KZBV, das heute veröffentlicht wurde.

Berufsbild fĂŒr Nachwuchs Ă€ußerst attraktiv Die AttraktivitĂ€t des zahnĂ€rztlichen Berufes ist dem Zahlenwerk zufolge weiter hoch: Im Jahr 2017 gab es neben 1.762 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Zahnmedizinstudiums 2.167 StudienanfĂ€nger. Die Zahl der VertragszahnĂ€rztinnen und VertragszahnĂ€rzte lag bei 50.634. Als Angestellte arbeiteten 12.571 ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte. Deutschlandweit wurden 41.997 Praxen gezĂ€hlt. Der Trend zur Praxiskonzentration setzt sich damit weiter fort.

Sprunghafter Anstieg rein zahnĂ€rztlicher Versorgungszentren Vor dem Hintergrund der demografischen VerĂ€nderungen - 50 Prozent der ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte waren im Jahr 2017 Ă€lter als 50 Jahre - bereiten der KZBV im Hinblick auf die kĂŒnftige ErfĂŒllung des Sicherstellungsauftrages vor allem der sprunghafte Anstieg rein zahnĂ€rztlicher Versorgungszentren (Z-MVZ) und deren Ketten, als auch der ungebremste Eintritt versorgungsfremder Investoren in den Dentalmarkt große Sorgen. Es besteht dringender Handlungsbedarf fĂŒr den Gesetzgeber, die GrĂŒndungsberechtigung fĂŒr Z-MVZ auf rĂ€umlich-regionale sowie medizinisch-fachliche BezĂŒge zu beschrĂ€nken.

Engagement bei Versorgung vulnerabler Gruppen nimmt weiter zu Auch das bereits seit Jahren intensive Engagement der ZahnÀrzteschaft im Hinblick auf die Versorgung vulnerabler Patientengruppen lÀsst sich anhand des Jahrbuchs ablesen. Die Zahl der KooperationsvertrÀge von ZahnÀrztinnen und ZahnÀrzten mit stationÀren Pflegeeinrichtungen hat weiter deutlich zugenommen. So konnten allein im Jahr 2017 - drei Jahre nach Inkrafttreten der Regelung - 506 neue KooperationsvertrÀge von ZahnÀrzten mit stationÀren Einrichtungen verbucht werden - ein Anstieg von etwa 16 Prozent auf 3.716 im Vorjahresvergleich.

Jahrbuch 2018 – Hintergrund und Bezugsquellen Diese und weitere anschaulich aufbereitete Zahlen und Statistiken rund um die vertragszahnĂ€rztliche Versorgung machen das Jahrbuch 2018 der KZBV mit seinem prĂ€zisen und umfangreichen Datenkorpus zu einem unverzichtbaren Kompendium fĂŒr Recherchen, Informationen und Berichte im Gesundheitswesen. Das von der Abteilung Statistik erarbeitete Nachschlagewerk ist seit Jahrzenten auch fundierte Basis fĂŒr politische Diskussionen und wissenschaftliche Untersuchungen. Die Ausgabe 2018 enthĂ€lt Tabellen und Grafiken zu den Themen Gesetzliche Krankenversicherung, zahnĂ€rztliche Versorgung, Zahnarztzahlen sowie Praxisentwicklung und kann auf der Website der KZBV bestellt werden. Die Vollversion des Jahrbuchs kann dort auch im PDF-Format kostenfrei heruntergeladen werden. Alternativ ist eine postalische Bestellung unter folgender Anschrift möglich:

KassenzahnÀrztliche Bundesvereinigung
Abteilung Statistik
UniversitÀtsstr. 73
50931 Köln

Bestellungen per Fax richten Sie bitte an die Nummer 0221/4001-180, telefonische Bestellungen können unter der Nummer 0221/4001-215/-117/-216 aufgeben werden.

Zahnimplantate zunehmend erste Wahl

(Wiesbaden) In allen Industrienationen steigt die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit Implantaten versorgt werden. „Alleine in Deutschland ist die Zahl der jĂ€hrlich gesetzten Implantate in den vergangenen 20 Jahren von geschĂ€tzt 380.000 auf mittlerweile zirka 1,3 Millionen gestiegen“, erklĂ€rt DGI-PrĂ€sident Prof. Dr. Frank Schwarz, Frankfurt, auf dem 32. Kongress der Gesellschaft in Wiesbaden. Patienten erwarten von einer Implantattherapie vor allem eine bessere LebensqualitĂ€t. Dies geht in den meisten FĂ€llen auch in Erfüllung, wie Studien belegen. Allerdings mĂŒssen Zahnimplantate mindestens so gut gepflegt werden und noch hĂ€ufiger kontrolliert werden als die natĂŒrlichen ZĂ€hne.

Implantatgetragener Zahnersatz, die „Notversorgung“ der 1960er Jahre, ist heute ein wissenschaftlich anerkanntes, etabliertes Therapieverfahren. Gehen ZĂ€hne verloren, sind ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte daher verpflichtet, ihre Patienten auch ĂŒber diese Versorgungsform aufzuklĂ€ren. Das Indikationsspektrum fĂŒr Implantate wird darĂŒber hinaus breiter, da Kontraindikationen schwinden.

Entsprechend steigt die Zahl jener Patienten, die von einer implantologischen Behandlung profitieren können, ebenso die Zahl der ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte, die implantologische Leistungen in ihren Praxen anbieten. Mehr als 8500 davon sind Mitglied in der DGI und machen die Gesellschaft zur grĂ¶ĂŸten wissenschaftlichen Gesellschaft auf ihrem Gebiet in Europa und zur zweitgrĂ¶ĂŸten weltweit.

In der DGI steigt – analog zum Trend in der Zahnmedizin – auch der Anteil der ZahnĂ€rztinnen. Im Jahr 2017 waren bereits gut 32 Prozent der neuen Mitglieder weiblich; ihr Durchschnittsalter lag bei 34 Jahren und damit fast zwei Jahre unter dem der mĂ€nnlichen Neuaufnahmen. Noch prĂ€gnanter entwickelten sich der Anteil der Teilnehmerinnen am DGI-APW-Curriculum Implantologie. Er stieg von knapp 30 Prozent im Jahr 2010 auf fast 42 Prozent im Jahr 2018.

Fortbildung in der Implantologie ist wichtig  „Kolleginnen und Kollegen, die Mitglied in der DGI werden, suchen neben dem kollegialen Austausch vor allem eine qualifizierende und zertifizierte Fortbildung“, sagt der DGI-PrĂ€sident. Die Fortbildung ist das „HerzstĂŒck“ der Gesellschaft. Vor 20 Jahren brachte sie zusammen mit der Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK das erste bundesweit angebotene, strukturierte und zertifizierte Curriculum Implantologie auf den Weg. Mit rund 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in mehr als 200 Kursserien ist es bis heute auch das erfolgreichste Curriculum in der deutschen Zahnmedizin. Derzeit unterrichten 51 Dozentinnen und Dozenten an bundesweit 27 Standorten die Teilnehmer in acht Wochenendkursen, an denen im Schnitt 20 bis 25 ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte teilnehmen. JĂ€hrlich starten sieben bis acht Kursserien.

Zum Fortbildungsportfolio der DGI gehören auch Einzelkurse in Praxen und Kliniken, in denen die Teilnehmer neue Verfahren und Konzepte kennenlernen und meistens in Hands-on-Übungen auch trainieren können. Hinzu kommen neue Veranstaltungsformen und insbesondere das E-Learning-Programm der DGI, die e.Academy. Diese ist seit zwei Jahren obligater Bestandteil des Curriculums. Um den zahnmedizinisch-implantologischen Nachwuchs kĂŒmmert sich vor allem die Nexte Generation der DGI, die spezielle Veranstaltungen anbietet.

In der Fortbildung der DGI geht es indes nicht nur um neue Verfahren und Therapiekonzepte. Der demographische Wandel in Verbindung mit dem breiteren Indikationsspektrum fĂŒr implantologische Konzepte sorgt auch dafĂŒr, dass ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte mehr Risikopatienten versorgen und die absolute Zahl an Komplikationen steigt.

PeriimplantĂ€re Infektionen gehören zu den hĂ€ufigsten Komplikationen Die Periimplantitis, charakterisiert durch eine EntzĂŒndung der Weichgewebe um ein Implantat und einem fortschreitenden Abbau des angrenzenden Knochens, galt frĂŒher als eine seltene Erkrankung, die erst viele Jahre nach einer Implantation auftreten kann. „Diese EinschĂ€tzung ist obsolet“, betont Professor Schwarz. Die Erkrankung kann bereits zwei bis drei Jahre nach der Implantation beginnen. Sie entwickelt sich nicht-linear und – verglichen mit einer Parodontitis – beschleunigt.

Dieser zunehmenden klinischen Relevanz periimplantĂ€rer Infektionen haben die US-amerikanischen und europĂ€ischen Organisationen fĂŒr Parodontologie Rechnung getragen. Ende Juni publizierten sie eine neue Klassifikation parodontaler Erkrankungen, bei der erstmals auch die Periimplantitis und ihre Vorstufe, die periimplantĂ€re Mukositis, aufgenommen wurde. Schon seit zwei Jahren liegt eine S3-Leitlinie der DGI zur Therapie periimplantĂ€rer Infektionen vor.

Risikofaktoren fĂŒr EntzĂŒndungen Eine schwere Parodontitis in der Krankengeschichte, eine ungenĂŒgende Mundhygiene und der Verzicht auf eine regelmĂ€ĂŸige Erhaltungstherapie spielen bei der Entstehung einer Periimplantitis und der einer Periimplantitis oft vorausgehenden EntzĂŒndung der Weichgewebe (Mukositis) eine entscheidende Rolle. Auch wenn die Positionierung von Implantaten die Mundhygiene erschwert, kann dies das Risiko fĂŒr EntzĂŒndungen erhöhen.

Die periimplantĂ€re Mukositis gilt als reversibel. Darum ist eine frĂŒhzeitige Diagnose und Behandlung wichtig. Das Gewebe ist gerötet, geschwollen und es blutet, wenn das Gewebe um das Implantat herum sanft sondiert wird. Bleibt eine Mukositis unbehandelt, kann die EntzĂŒndung auf das umliegende Knochengewebe ĂŒbergreifen – die Diagnose lautet dann: Periimplantitis. FĂŒr die Therapie der Periimplantitis, bei der am Ende der Verlust des Implantates droht, wurden verschiedene Behandlungsmaßnahmen untersucht. Wenn eine nichtchirurgische Therapie nicht versagt, ist eine chirurgische Therapie erforderlich. Hier werden zur Zeit verschiedene Konzepte erprobt. Welches davon am besten ist, kann jedoch noch nicht beurteilt werden.

Empfehlungen fĂŒr Patienten: PrĂ€vention entscheidend Darum kommt der PrĂ€vention der EntzĂŒndungen eine besonders große Bedeutung zu, betont Professor Schwarz: „Eine entscheidend wichtige Botschaft fĂŒr unsere Patientinnen und Patienten mĂŒssen wir immer wieder und intensiv kommunizieren, da diese an einem entscheidenden Risikofaktor der Periimplantitis ansetzt: Ein Zahnimplantat muss mindestens so gut gepflegt und noch engmaschiger kontrolliert werden wie die eigenen ZĂ€hne.“ Aus diesem Grund legte die DGI eine Empfehlung fĂŒr Patienten zu diesem Thema vor.

Der Referent: Prof. Dr. med. dent. Frank Schwarz ist Direktor der Poliklinik für ZahnĂ€rztliche Chirurgie und Implantologie der Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt/Main. Er ist PrĂ€sident der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Implantologie e.V.



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Airflow-GerÀte

Pulver-Strahl-GerÀte, mittels derer VerfÀrbungen an den sichtbaren ZahnflÀchen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.