Zahnarztpraxis
Dr. Roman Kudella
Hermann-Albertz-Str. 111
46045 Oberhausen

Telefon: (0208) 80 41 99
Fax: (0208) 80 43 60
E-Mail: info@zahndoc-kudella.de

So finden Sie Ihren Weg zu uns:

mit dem Bus:
‱ Haltestelle Anne-Frank-Realschule, von dort 2 Min. zu Fuß zur Praxis, dazu in Richtung Wörthstr. gehen

‱ Haltestelle Marktstraße, von dort 3 Min. zu Fuß zur Praxis. Dazu rechts auf die Hermann-Albertz-Str. abbiegen

mit dem Auto:
‱ von der A40 aus Richtung Duisburg:
Ausfahrt MĂŒlheim-Styrum / Oberhausen, am Ende der Ausfahrt links auf die Oberhausener Str. abbiegen, nach ca. 1,3 km nach links in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A40 aus Richtung Essen:
Ausfahrt MĂŒlheim-Styrum / Oberhausen, am Ende der Ausfahrt rechts auf die Oberhausener Str. abbiegen, nach ca. 1,3 km nach links in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A42 aus Richtung Duisburg:
Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, am Ende der Ausfahrt rechts auf die Konrad-Adenauer-Allee abbiegen, nach ca. 3,4 km rechts in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

‱ von der A42 aus Richtung Essen:
Ausfahrt Oberhausen-Zentrum, am Ende der Ausfahrt links auf die Konrad-Adenauer-Allee abbiegen, nach ca. 3,4 km rechts in die Hermann-Albertz-Str. abbiegen, unmittelbar hinter der Ampelkreuzung Wörthstr. befindet sich linkerhand der Parkplatz des Penny-Marktes

Der Parkplatz des Penny-Marktes ist fĂŒr jedermann zugĂ€nglich, es kann hier 90 Minuten kostenlos geparkt werden.

Die Praxis befindet sich in dem GebÀude, das rechterhand des Parkplatzes unmittelbar an der Hermann-Albertz-Str. liegt.


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * mĂŒssen ausgefĂŒllt werden.
Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:
Captcha - nicht lesbar? Klicken Sie auf das Bild
Bitte die Zeichen des Bildes eintragen*

Montag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 18:00 Uhr
Dienstag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 18:00 Uhr
Mittwoch:
08:00 - 12:30 Uhr

nach Vereinbarung
Donnerstag:
08:00 - 12:30 Uhr

14:30 - 18:00 Uhr
Freitag:
08:00 - 12:30 Uhr

nach Vereinbarung
ZusÀtzliche Sprechzeiten nach Vereinbarung

News

Barmer-Zahnreport 2022

Die Zahngesundheit im jungen und mittleren Lebensalter wird in Deutschland immer besser. Zwischen den Jahren 2012 und 2020 ist bei 20-JĂ€hrigen der mittlere Zeitraum ohne invasive Zahntherapie um mehr als sechs Monate auf 4,4 Jahre gestiegen. Bei den 40-JĂ€hrigen gab es einen Zuwachs um drei Monate auf 1,9 Jahre. Trotzdem können die Zahlen insgesamt noch nicht zufriedenstellen. Das geht aus dem aktuellen Zahnreport der Barmer hervor, den die Krankenkasse am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Der Report hat fĂŒr verschiedene Alterskohorten untersucht, ĂŒber welchen Zeitraum sie keine invasive Zahntherapie wie zum Beispiel Wurzelbehandlungen, FĂŒllungen, Parodontitisbehandlungen, neue Kronen oder Zahnextraktionen benötigten. Den geringsten Fortschritt gab es demnach bei den 60-JĂ€hrigen, bei denen die mittlere therapiefreie Zeit um etwa einen Monat auf 1,6 Jahre angewachsen ist. „Bei der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland deutet sich ein Wandel an. Dieser ist aber noch lange nicht vollzogen. Der Wandel von einer therapie- zu einer nachhaltig prĂ€ventionsgeprĂ€gten Zahnmedizin sollte konsequent weiterverfolgt werden, denn PrĂ€vention muss Vorrang vor Intervention haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Prof. Dr. med. Christoph Straub.
Ost-West-Unterschiede bei Zahnversorgung werden kleiner

Wie aus dem Zahnreport weiter hervorgeht, sind fast zwölf Prozent der 60-JĂ€hrigen zwischen den Jahren 2012 und 2020 ohne invasive Zahnbehandlungen ausgekommen. Bei den 40-JĂ€hrigen traf dies auf gut elf Prozent zu und bei den 20-JĂ€hrigen auf knapp 24 Prozent. „Bei den jungen Erwachsenen sind die Zahlen durchaus ermutigend. Im mittleren Alter hĂ€tten wir uns aber ein deutlich besseres Ergebnis gewĂŒnscht“, sagte Prof. Dr. Michael Walter von der Technischen UniversitĂ€t Dresden, Autor des Barmer-Zahnreports. Dabei zeige sich in der jĂŒngsten Alterskohorte, dass die Unterschiede zwischen Ost und West, die in den Zahnreporten der vergangenen Jahre immer wieder auffielen, offenbar geringer werden. WĂ€hrend die mittlere therapiefreie Zeit im Jahr 2012 in den westlichen BundeslĂ€ndern noch um mehr als zwölf Monate lĂ€nger gewesen sei als in den östlichen, sei der Abstand zuletzt auf gut zehn Monate zurĂŒckgegangen, wie entsprechende Hochrechnungen zeigten. Bei der nach der Wiedervereinigung aufgewachsenen Generation junger Erwachsener gebe es offenbar eine AnnĂ€herung der Zahn-Versorgungserfahrungen. Gleichwohl fĂ€nden sich zwischen einzelnen BundeslĂ€ndern zum Teil noch erhebliche Unterschiede. Die fĂŒr das Jahr 2020 fĂŒr 20-JĂ€hrige berechnete mittlere therapiefreie Zeit habe in Hamburg 4,5 Jahre, in ThĂŒringen dagegen nur 3,3 Jahre betragen.
Am wenigsten Zahnbehandlungen im jungen und hohen Alter

Laut Barmer-Zahnreport hĂ€ngt die Zahnversorgung auch vom Alter ab. Demnach ist die Zahl der zwischen den Jahren 2012 und 2020 therapiefreien Versicherten im sehr jungen und im hohen Alter am grĂ¶ĂŸten. Zwischen 40 und 50 Jahren waren die wenigsten Versicherten in den neun Folgejahren ohne Therapie. Ab etwa 70 Jahren nimmt die Zahl der langfristig therapiefreien Versicherten stark zu. „Im mittleren Lebensalter kommen die wenigsten Versicherten langfristig ohne Therapie aus. Dies mag auch an der in dieser Phase zunehmend auftretenden Parodontitis liegen, die zum Therapiebedarf beitrĂ€gt. Dieser wird im Alter wieder weniger, was unter anderem an der abnehmenden Anzahl der ZĂ€hne liegt“, sagte Zahnreport-Autor Walter.
MĂ€nner Großteil des Lebens hĂ€ufiger therapiefrei als Frauen

Den Ergebnissen des Reportes zufolge gibt es deutliche Unterschiede in der Zahngesundheit zwischen den Geschlechtern. Demnach sind MĂ€nner wĂ€hrend eines weiten Teils deutlich hĂ€ufiger langfristig therapiefrei als Frauen. So waren zum Beispiel rund 12,4 Prozent der 49-jĂ€hrigen MĂ€nner und 8,4 Prozent der gleichaltrigen Frauen langfristig ohne zahninvasive Behandlung. Erst ab 70 Jahren kehrt sich das GeschlechterverhĂ€ltnis um, wobei der Anteil der Personen ohne invasive Zahnbehandlung mit zunehmendem Alter steigt. „Frauen nehmen offenbar mehr zahnĂ€rztliche Leistungen in Anspruch als MĂ€nner. Zugleich verlieren sie weniger ZĂ€hne“, sagte Barmer-Chef Straub.

01.12.2022 DGA | Quelle: Barmer

PrĂ€vention als Fundament fĂŒr lebenslange Mundgesundheit

KZBV und BZÄK zum diesjĂ€hrigen BARMER-Zahnreport AnlĂ€sslich des diesjĂ€hrigen BARMER-Zahnreports haben KassenzahnĂ€rztliche Bundesvereinigung (KZBV) und BundeszahnĂ€rztekammer (BZÄK) einmal mehr den Stellenwert von PrĂ€vention und Prophylaxe in der modernen Zahnmedizin betont. Zugleich ĂŒbten die zahnĂ€rztlichen Bundeskörperschaften deutliche Kritik an der aktuellen Regierungspolitik, die durch Budgetierung und Deckelung eine prĂ€ventionsorientierte Versorgung erheblich erschwere.

„Die ZahnĂ€rzteschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten einen erfolgreichen Wandel gestaltet – weg von der kurativen, hin zu einer prĂ€ventiven Ausrichtung der Zahnheilkunde. ‚Vorsorgen statt versorgen‘ lautet unser Motto. Damit haben wir den Grundstein gelegt, um fĂŒr alle Menschen beste Voraussetzungen fĂŒr ein lebenslang gesundes Gebiss und eine dauerhaft gute Mundgesundheit zu schaffen. Dies sind nicht nur wesentliche Faktoren fĂŒr eine stabile Allgemeingesundheit, sondern auch fĂŒr soziale Anerkennung und Integration“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstands der KZBV.

Prof. Dr. Christoph Benz, PrĂ€sident der BZÄK: „Die Investitionen in Vorsorge zahlen sich aus, denn so wird eine wesentlich kostenintensivere Krankheitslast vermieden – ĂŒber viele Jahre hinweg. BestĂ€tigt wird der prĂ€ventionsorientierte Versorgungsansatz auch von Seiten der Wissenschaft. So zeigte die reprĂ€sentative Deutsche Mundgesundheitsstudie, wie sich die Mundgesundheit der Bevölkerung in den vergangenen Jahren weiter verbessert hat. Die Karies bei Kindern wurde auf ein Zehntel reduziert, gesundheitliche Ungleichheiten entlang sozialer Gradienten wurden abgebaut. Dank des Zusammenspiels von Individual- und Gruppenprophylaxe gehört Deutschland zu den LĂ€ndern mit den niedrigsten KariesprĂ€valenzen bei 12-JĂ€hrigen. Bei Erwachsenen ist die Zahl der FĂŒllungen rĂŒcklĂ€ufig, Zahnverluste haben sich halbiert. Senioren weisen durchschnittlich fast sieben mehr eigene ZĂ€hne auf als noch zur Jahrtausendwende.“

Eßer betonte, dass ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzte die Versorgung prĂ€ventionsorientiert fortentwickelt, den Leistungskatalog im Einvernehmen mit Kassen und Patientenvertretung an den Stand der Wissenschaft angepasst und die Mundgesundheit auch fĂŒr vulnerable Gruppen mit speziellem Behandlungsbedarf kontinuierlich verbessert hĂ€tten. „Unsere PrĂ€ventionserfolge sind beispielgebend fĂŒr die Versorgung. In keinem Bereich wurde mehr aktive Gesundheit durch PrĂ€vention geschaffen als in der Zahnmedizin. Diesen Weg wollen wir weitergehen und Erfolge verstetigen und ausbauen - wenn uns die Politik denn lĂ€sst und nicht fortwĂ€hrend KnĂŒppel zwischen die Beine wirft, wie derzeit mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz.“

Er kritisierte das aktuelle Regierungshandeln scharf, welches eine prĂ€ventionsorientierte Versorgungspolitik erheblich erschwere, wenn nicht sogar völlig unmöglich mache: „Obwohl die Ampel im Koalitionsvertrag PrĂ€vention und Vorsorge zum gesundheitspolitischen Leitprinzip der Regierungsarbeit erhoben hat und Minister Lauterbach bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont, dass jeder in PrĂ€vention investierte Euro dem System spĂ€ter um ein Vielfaches erspart bleibt, kappt er mit dem GKV-FinStG durch Budgetierung die Mittel fĂŒr prĂ€ventive Maßnahmen wie etwa die neue Parodontitis-Richtlinie. Einen Großteil der Versicherten lĂ€sst die Regierung damit im Regen stehen, ihnen drohen massive LeistungskĂŒrzungen“, sagte Eßer.

„Rund 30 Millionen Patientinnen und Patienten, die an der Volkskrankheit Parodontitis leiden, wird faktisch ein Leistungsanspruch vorenthalten, der erst im Vorjahr in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen und als ein Meilenstein fĂŒr die Verbesserung der Mund- und Allgemeingesundheit begrĂŒĂŸt wurde. Mit dem GKV-FinStG wird dieser neue prĂ€ventionsorientierte Versorgungsansatz fĂŒr die weit ĂŒberwiegende Mehrheit der GKV-Versicherten im Keim erstickt - Leidtragende sind ausschließlich Patientinnen und Patienten. Ein solcher Frontalangriff auf eine prĂ€ventionsorientierte Patientenversorgung ist ebenso verheerend wie verantwortungslos!“

28.11.2022 DGA | Quelle: BundeszahnÀrztekammer

Sinnvolle Digitalisierung wagen

Sinnvolle Digitalisierung hat das Potential, die Versorgung zu verbessern und kann helfen, aktuelle und kĂŒnftig noch grĂ¶ĂŸere Probleme (demografischer Wandel, FachkrĂ€ftemangel) zu lösen.
Dabei geht es nicht um „wie elektrifizieren wir bĂŒrokratische Prozesse“, sondern um „wie gestalten wir Prozesse digital besser“.

Ein schlechtes Beispiel ist derzeit die Elektronische ArbeitsunfÀhigkeitsbescheinigung (eAU) in Deutschland:
Die AU-Bescheinigung wird von der Praxis mit KIM direkt an die Krankenkasse ĂŒbertragen, jeder Patient erhĂ€lt trotzdem zwei Ausdrucke (fĂŒr eigene Unterlagen und fĂŒr den Arbeitgeber). Wer fĂŒr das Arbeitgeberverfahren, die direkte Übermittlung von der Krankenkasse an den Arbeitgeber, verantwortlich sein soll, war jahrelang ungeklĂ€rt und soll nun voraussichtlich ab 2023 starten.
FĂŒr die Praxen gibt es keine Aufwands- oder Zeitersparnis. Im Gegenteil, es wird eine weitere Verwaltungsaufgabe ĂŒbertragen, die sie vorher nicht hatten (digital + Druck).
In den jĂ€hrlichen Berichten zum BĂŒrokratieabbau wird die eAU seit Jahren als die Maßnahme zum BĂŒrokratieabbau ĂŒberhaupt angepriesen.

Was wir brauchen:

  • Digitale Neugestaltung von Prozessen – UmstĂ€ndliches und UnverstĂ€ndliches verdient keinen Artenschutz.
  • Eine funktionsfĂ€hige TI – eine Datenautobahn, die - anders als heute - viele Auffahrten und keine Schlaglöcher hat.
  • Digitale Anwendungen, die ausreichend getestet, seriös evaluiert und auskömmlich finanziert sind – Praxen sind keine Beta-Tester.
  • Patienten mit elektronischer Patientenakte (ePA), elektronischem Medikationsplan (eMP), Notfalldatenmanagement (NFDM) etc. – bisher sind sie Ă€ußerst selten.
  • Strukturierte Daten fĂŒr Versorgung und Forschung – aber nicht, um die IT-Branche mit noch mehr Daten zu beschenken.

Die BundeszahnĂ€rztekammer (BZÄK) erwartet:
Dass die Politik Praxen bei der Digitalisierung unterstĂŒtzt und nicht umgekehrt.
Fristen, Sanktionen und Schuldzuweisungen helfen nicht - Anreize und Nutzen mĂŒssen im Mittelpunkt stehen.
Dass die Krankenkassen ihre Versicherten stÀrker informieren und mit eGK/ePAs ausstatten.

24.11.2022 DGA | Quelle: BundeszahnÀrztekammer

Zucker - die sĂŒĂŸe VerfĂŒhrung

Zu viel Zucker schadet den ZĂ€hnen, macht dick und erhöht das Risiko fĂŒr Diabetes. Kinder sollten deshalb den sparsamen Konsum von SĂŒĂŸigkeiten genauso lernen wie den vorsichtigen Umgang mit Messer, Gabel, Schere und anderen Risiken, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme. Doch wie bringt man ihnen das am besten bei?

Die VerfĂŒhrung ist allgegenwĂ€rtig: Nach Angaben der Industrie lag das Angebot der in Deutschland hergestellten und nach Deutschland eingefĂŒhrten SĂŒĂŸwaren und Knabberartikel im letzten Jahr 2021 bei knapp 2,7 Millionen Tonnen, der Umsatz stieg sogar um 2,1 Prozent deutlich an und betrug 9,2 Milliarden (!) Euro. Zum letzten Weihnachten wurden 103 Millionen Schoko-WeihnachtsmĂ€nner verkauft, das diesjĂ€hrige Osterfest haben sich die Deutschen mit 119 Millionen Schoko-Osterhasen versĂŒĂŸt.

Naschen wĂ€hrend des Lockdowns Die Corona-Pandemie bescherte vielen Familien gleich zwei zusĂ€tzliche Probleme, berichtet die Stiftung Kindergesundheit: Zum einen verbrachte jedes dritte Kind und Jugendliche pro Tag vier Stunden und mehr vor einem Bildschirm oder Display. Zum anderen gab jedes fĂŒnfte Kind an, etwas bis viel mehr SĂŒĂŸigkeiten als vor der Covid-19-Pandemie genascht zu haben.

Generell gilt: Je höher der tĂ€gliche Zuckerkonsum, umso grĂ¶ĂŸer die nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit, auf die ZĂ€hne und auf das Gewicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt maximal zehn Prozent der tĂ€glichen Energieaufnahme aus SĂŒĂŸigkeiten, Knabberartikeln und SĂŒĂŸgetrĂ€nken, ideal sogar nur fĂŒnf Prozent.

„Das ist aber viel weniger, als die meisten Eltern glauben und viele Kinder tatsĂ€chlich konsumieren“, sagt Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit: „Bei einem vier bis sechsjĂ€hrigen Kind ist die empfohlene Höchstmenge schon mit einer einzigen Kugel Eis und zwei Butterkeksen erreicht“.

In Deutschland nehmen Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren 16,3 Prozent ihrer Energiezufuhr aus freien Zuckern auf. Die Folgen zeigen sich auf der Waage: 15 Prozent der Kinder sind ĂŒbergewichtig, 6,3 Prozent gelten bereits als fettleibig.

Ach wie sĂŒĂŸ! „Die Vorliebe aller Menschen fĂŒr SĂŒĂŸes besteht von der Geburt an“, berichtet Professor Berthold Koletzko: „Sie wird schon durch den leicht sĂŒĂŸen Geschmack der Muttermilch oder der Babynahrung geprĂ€gt“.

Seit je gilt in aller Welt der Begriff „sĂŒĂŸâ€œ auch fĂŒr „lieb“ und „geliebt“. Englische Kosenamen lauten „sweetheart“ oder „honey“, Italiener sprechen von „dolce vita“, die ungarische Mutter heißt „édesanyu“ (sĂŒĂŸe Mutti). Den meisten Menschen wird es beim Anblick eines „sĂŒĂŸen“ Babys weich ums Herz.

Kinder lieben also SĂŒĂŸes, zu viel SĂŒĂŸes ist aber ungesund - damit ist der Konflikt vorprogrammiert, egal, wie sich Eltern auch immer verhalten: Ob sie ihren Kindern SĂŒĂŸigkeiten geben oder sie ihnen vorenthalten, immer haben sie ein schlechtes GefĂŒhl dabei.

Wie findet man den Weg aus diesem Dilemma? Die folgenden VorschlÀge der Stiftung Kindergesundheit könnten dabei helfen:

Schritt Nummer 1: Ein Kind muss richtig naschen lernen Genauso wie Kinder lernen mĂŒssen, dass man vor dem Überqueren der Straße erst nach links und rechts schaut, sollte man ihnen schon frĂŒh erklĂ€ren, dass zu viel SĂŒĂŸes ihren ZĂ€hnen schaden kann.

Karies ist keine harmlose Erkrankung, betont die Stiftung Kindergesundheit: Sie verursacht Schmerzen und kann bei Kindern zu Appetitverlust, Schlaflosigkeit und sogar Konzentrationsstörungen fĂŒhren. Sie ist jedoch vermeidbar: Die entscheidende Ursache ist der ĂŒbertriebene Zuckerkonsum.

Die Kosten sind immens: Die direkten und indirekten Kosten der durch übermaÌˆĂŸigen Zuckerkonsum verursachten Zahnerkrankungen beliefen sich im Jahr 2010 weltweit auf 172 Milliarden US-Dollar. Für Deutschland wurden dabei pro Jahr und Person 210 Euro an Zahnbehandlungskosten errechnet.

Dabei kommt es fĂŒr die ZĂ€hne nicht darauf an, wie viel SĂŒĂŸigkeiten ein Kind isst, sondern vor allem darauf, wie oft ein Kind am Tag SĂŒĂŸes zu sich nimmt. Kauen regt den Speichelfluss an, Speichel wiederum schĂŒtzt den Zahnschmelz. Deshalb ist ein sĂŒĂŸer Nachtisch nach einer Hauptmahlzeit, bei der krĂ€ftig gekaut wurde, weniger schĂ€dlich als eine SĂŒĂŸigkeit zwischendurch. Wirklich gefĂ€hrlich ist leider ausgerechnet das, was die Kinder besonders mögen: Bonbons zum Lutschen, GummibĂ€rchen oder sĂŒĂŸe Kaugummis zum Kauen, SĂŒĂŸigkeiten also, die nicht zu einer Hauptmahlzeit gegessen werden, sondern zwischendurch, und die lĂ€ngere Zeit im Mund bleiben.

Schritt Nummer 2: Die ganze Familie muss helfen Verwandte und Bekannte, Großeltern und Tanten sollten in die Zuckerkontrolle mit einbezogen werden, unterstreicht die Stiftung Kindergesundheit. Sie sollten die hĂ€uslichen Regeln kennen. SĂŒĂŸigkeiten, die sie den Kindern schenken, sollten zusammen mit den anderen „BestĂ€nden“ des Kindes in einer besonderen Schublade aufbewahrt werden.

Außerdem sollte man anregen, auf alternative Mitbringsel (z.B. Obst, Stifte, kleine Spiele, Kinderzeitschriften, Notizblöcke usw.) auszuweichen. Das gilt auch fĂŒr den Inhalt der ABC-TĂŒte zur Einschulung.

Schritt Nummer 3: Auf den versteckten Zucker achten In vielen abgepackten Lebensmitteln ist Zucker enthalten, oft sogar in großen Mengen. Immer wenn die Zutatenliste irgendetwas mit der Endung „ose“ enthĂ€lt, ist Zucker drin. Tomatenketchup besteht zu 50 Prozent, Currysauce zu 17,9 Prozent, Dosenkraut zu 12,12 Prozent aus Zucker. Auch Kartoffelpuffer, RauchwĂŒrste oder Leberpastete werden oft mit Zucker gewĂŒrzt.

Selbst Produkte „ohne Zucker“ sind oft noch sĂŒĂŸ genug. Von dem Aufdruck „ohne Zuckerzusatz“ oder „zuckerfrei“ sollten sich Eltern nicht einlullen lassen, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit: Auch wenn ein Lebensmittel mit Saftkonzentraten aus Trauben und Obst oder mit Produkten aus der StĂ€rkeverzuckerung (z.B. mit Maltodextrine) oder mit Honig gesĂŒĂŸt ist, hat es praktisch den gleichen Gesamtzuckergehalt wie entsprechende Lebensmittel mit Fabrikzucker. Der Gehalt an Kalorien ist ebenfalls gleich und damit auch der dickmachende Effekt: Dem Körper ist nĂ€mlich egal, ob er Zucker aus RĂŒben, Trauben, Honig, Obst oder StĂ€rke verarbeitet. Das gilt auch fĂŒr die ZĂ€hne.

Schritt Nummer 4: Nutzen Sie die sĂŒĂŸen Alternativen Viele zuckerhaltige Lebensmittel lassen sich durch ungezuckerte Alternativen ersetzen. Hat das Kind Hunger, so bekommt es belegte Brote, Obst oder knackige GemĂŒse (z.B. Karotten). Beim Einkauf von Lebensmitteln sollte man auf die Einstufung beim kĂŒrzlich eingefĂŒhrten „Nutri-Score“ achten und bevorzugt grĂŒn (mit den Buchstaben A oder B gekennzeichnete Produkte kaufen.

Wenn es wirklich einmal etwas SĂŒĂŸes sein muss, sollte man auf die zahnschonenden SĂŒĂŸwaren ausweichen, die in immer grĂ¶ĂŸerer Auswahl angeboten werden. Sie werden meist mit sogenannten Zuckeraustauschstoffen gesĂŒĂŸt und sind auf der Verpackung mit der Marke „ZahnmĂ€nnchen mit Schirm“ gekennzeichnet.

Mit SĂŒĂŸstoffen gesĂŒĂŸte GetrĂ€nke und Lebensmittel sind dagegen wegen der begrenzten Datenlage ĂŒber ihre Risiken fĂŒr Kinder weniger empfehlenswert.

Die beste SĂŒĂŸigkeit ist zweifelsfrei ein StĂŒck frisches Obst.

MĂ€ĂŸigung statt Verbote „Kinder lieben nun einmal SĂŒĂŸes“, rĂ€umt Professor Koletzko ein. „Kein vernĂŒnftiger Mensch kĂ€me deshalb auf den Gedanken, den Kindern alles SĂŒĂŸe zu verbieten“. Die Stiftung Kindergesundheit plĂ€diert stattdessen dafĂŒr, in den Familien von Anfang an feste Regeln im Umgang mit SĂŒĂŸigkeiten aufzustellen und so dem Kind zu helfen, sein eigenes Maß zu finden. Die Stiftung empfiehlt:

‱ Benutzen Sie SĂŒĂŸigkeiten niemals als Belohnung, Druckmittel oder Strafe. Dann bleiben SĂŒĂŸigkeiten lediglich wohlschmeckende Nahrungsmittel und bekommen keinen ĂŒbertriebenen GefĂŒhlswert.
‱ Besonders wichtig: Versuchen Sie das Thema „SĂŒĂŸigkeiten“ nicht zu einem ernsthaften Familienproblem werden zu lassen. Sonst besteht die Gefahr, dass das Verlangen der Kinder nach SĂŒĂŸem durch den Reiz des Außergewöhnlichen erst recht geschĂŒrt wird und sie anfangen, heimlich zu naschen.
‱ SĂŒĂŸigkeiten werden nach Möglichkeit nur einmal am Tag, zu den Mahlzeiten gegessen. Anschließend werden die ZĂ€hne geputzt.
‱ Legen Sie keine sĂŒĂŸen VorrĂ€te an: Was nicht im Haus ist, kann auch nicht gegessen werden. Gegen SĂŒĂŸhunger sind Obst und Karotten eine probate Hilfe.
‱ Lassen Sie keine SĂŒĂŸigkeiten offen herumstehen. So schĂŒtzen Sie sich selbst und Ihre Kinder davor, aus Langeweile oder Gedankenlosigkeit ohne besonderen Appetit Bonbons, GummibĂ€rchen, Schokolade oder Kekse zu essen.
‱ Gewöhnen Sie Ihr Kind möglichst daran, die ZĂ€hne zu putzen, sich den Mund auszuspĂŒlen oder einen Apfel zu essen, nachdem es Bonbons gelutscht hat.
‱ Nach dem abendlichen ZĂ€hneputzen darf nichts mehr gegessen werden. SpĂ€te „Betthupferl“ nagen an den ZĂ€hnen.
‱ Halten Sie sich bitte selbst an die Regeln – wer stĂ€ndig nascht, kann kein Vorbild sein.

Übrigens: Ein sparsamerer Umgang mit Zucker könnte sich auch als willkommener Beitrag zur BekĂ€mpfung der aktuellen Energiekrise entpuppen. FĂŒr die technische Gewinnung einer Tonne Zucker werden nĂ€mlich 900 Kilowattstunden Energie benötigt.



x


Airflow-GerÀte

Pulver-Strahl-GerÀte, mittels derer VerfÀrbungen an den sichtbaren ZahnflÀchen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.